Mittwoch, 18. Januar 2012

häßlich wichteln

Wißt Ihr was "häßlich wichteln" ist? Nein? Dann ist Euch bis jetzt 'ne Menge Spass entgangen. Wenn man um die Weihnachtszeit 'rum "wichtelt", bedeutet das in der Regel, dass sich eine Gruppe zusammenfindet, deren Teilnehmer sich gegenseitig kleine Weihnachtsgeschenke besorgen. Netter Gedanke, kann aber auch ganz schön in Zwang und Krampf ausarten. Meine Kollegen haben vor ein paar Jahren eine viel lustigere Variante davon eingeführt, das "häßlich wichteln". Jeder kramt seinen Keller/ sein Rumpelzimmer durch und sucht das schlimmste Geschenk, dass er/sie geschenkt bekommen hat, sich aber bis jetzt nicht getraut hat wegzuschmeißen, und verpackt es hübsch. Am Wichtelabend bringt dann jeder sein hübsch verpacktes Ungeheuer mit, und dann wird reium gewürfelt. Bei unserem gestrigen, zugegebenermaßen etwas spätem Wichteltreffen haben wir uns auf folgende Würfelregeln geeinigt:
Wird eine 1 gewürfelt, muss der Betreffende aufstehen und laut und deutlich allen am Tisch "Frohe Weihnachten" wünschen [Das sorgt für Stimmung im Lokal ;-) ], wird eine 2 gewürfelt, wandern alle Geschenke eine Person weiter nach links, bei der 3 eine Person weiter nach rechts. Bei der 4 tauschen der, der die 4 gewürfelt hat, und sein Gegenüber ihre Geschenke. Bei der 5 passiert nichts. Und wenn jemand die 6 würfelt, darf diese Person sich aussuchen mit wem sie ihr Geschenk tauschen möchte. Die Regeln für die Zahlen können natürlich nach Belieben verändert werden. Man sollte vorher eine Zeitspanne festlegen, wie lange gewürfelt wird. Wir haben unsere Stoppuhr auf 10 Minuten eingestellt.

Das Würfelspiel mit den Päckchen, bei denen natürlich schon jeder dunkle Vorahnungen hat, was Schlimmes d'rin sein könnte, sorgt ordentlich für Stimmung und wenn die hübschen Häßlichkeiten, dann ausgepackt werden, bleibt meist kein Auge mehr trocken.
Klare Vorteile dieser Wichtel-Variante: Man muss hierfür kein Geld ausgeben, wird etwas los, was man noch nie leiden konnte und muss kein schlechtes Gewissen haben, weil man es nicht persönlich entsorgt, oder noch besser, vielleicht gefällt dem Beschenkten ja seine neue Errungenschaft.

Warum erzähl' ich Euch das? Weil ich wegen meinem Wichtel-Geschenk so ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich dem armen Opfer, welches mein Paket bekommt, doch wenigstens etwas Nettes dazugeben wollte, damit der Schock nicht ganz so groß ist.

Also habe ich eine selbst gebastelte Gutschein-Karte von mir dazu gepackt und eine Pillow-Box mit 'was Süssem.



Kommentare:

  1. Was hast Du denn nun geschenkt und was geschenkt bekommen?

    Viele Grüße, Erika

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  2. Also geschenkt habe ich ein 20 teiliges Gläserset von meiner Oma und einen altmodischen Serviettenhalter.

    Bekommen hab' ich dafür:
    1 Duftöllampe
    1 Holzmaske
    1 Deko-Holzschwert
    1 Bast-Blume
    1 Kompass und 1 Fernrohr aus einem Faschings-Piraten-Set

    Über die Holzmaske, das Holzschwert und das Fernrohr hat sich mein Ältester mächtig gefreut und den Kompass hat der Kleine abgestaubt. Die Bast-Blume hängt auch schon an seinem Fenster.

    Jetzt muss ich mir nur noch überlegen was ich mit der Duftöllampe mache.

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